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HDE: Neue Händler-Entgelte für Girocard Transaktionen ab 1. November

HDE Berlin . „Das in Deutschland beliebte Girocard-Verfahren wird ab Samstag, 1. November, auf einer neuen Basis für die Händler abgerechnet.“ Das gibt der Handelsverband Deutschland (HDE) bekannt. „Für den Kunden ändert sich zunächst nichts: Er kann weiterhin wie gewohnt mit seiner EC-Karte bei vielen Akzeptanzstellen im Handel bezahlen“, erklärt HDE-Experte Ulrich Binnebößel.

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Bankenkosten bei EC-Kartennutzung für den Handel sinken

Für den Handel werden die Entgelte allerdings, die sie für die Transaktionen mittels EC-Karte und PIN an die Banken bezahlen müssen, auf eine neue Basis gestellt. Bislang galt eine einheitliche Abrechnung von 0,3 Prozent des Umsatzes, mindestens jedoch acht Cent je Transaktion. Das Bundeskartellamt hatte die zentrale Entgeltgestaltung der deutschen Kreditwirtschaft bemängelt und mit Frist zum 1. November ein neues Entgeltmodell eingefordert. Binnebößel: „Mit der jetzt umgesetzten Neuordnung der Entgelte ergeben sich nach ersten Umfragen durchaus beachtenswerte Senkungen. Jedoch sind wir von echtem Wettbewerb noch weit entfernt. Und auch eine vom Kartellamt bereits angemahnte weitere Verbesserung bis Ende 2016 wird daran nichts Wesentliches ändern.“

HDE fordert Verbesserungen beim elektronische Lastschriftverfahren (ELV)

Der HDE fordert daher weitergehende Maßnahmen. Neben der Einbeziehung des Verfahrens in die europäische Regulierung über höchstzulässige Interbankenentgelte – die sogenannte MIF-Verordnung – müsse auch das teilweise im Wettbewerb stehende elektronische Lastschriftverfahren (ELV) gestärkt werden. Binnebößel: „Erst wenn es gelingt, für ELV die gleichen technischen Grundlagen zu schaffen, wie sie Girocard verwendet, besteht Wettbewerb auf Augenhöhe. Dazu muss allerdings die Kreditwirtschaft ihre Prozesse für dritte Dienstleister zugänglich machen.“

[Text/Logo: HDE]