EU-Verordnung Omnibus VI: Cosmetics Europe und IFRA warnen vor Fehlinformationen zur Sicherheit von Kosmetika und Duftstoffen

Brüssel. Zur EU-Verordnung Omnibus VI gaben Cosmetics Europe und IFRA eine gemeinsame Erklärung ab. „In den letzten Monaten waren europäische Verbraucher und politische Entscheidungsträger vermehrt irreführenden und ungenauen Behauptungen über die Sicherheit von Kosmetika und Duftstoffen sowie deren zukünftige Regulierung ausgesetzt. Dazu gehören Behauptungen, die Überarbeitung von Omnibus VI würde die Sicherheitsbestimmungen für krebserregende Stoffe lockern oder die Sicherheitsstandards durch regulatorische Vereinfachungen senken. Und Kosmetikprodukte stellten ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Solche Behauptungen sind unbegründet. Ihre zunehmende Verbreitung birgt die Gefahr, eine fundierte Politikgestaltung und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu untergraben.“

Kommentar Kosmetiknachrichten:

  • NATRUE, der weltweit führende internationale Verband für Natur- und Biokosmetik, unterstützt zudem das Unterfangen.
  • Prominente Kritiker gibt es allerdings ebenfalls. Sie kommen aber aus dem Tierschutz- und Agrarsektor. Sie haben Sorge, das durch den wieder stärker deregulierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, vermehrt Wildtiere gefährdet sind und die Nahrungsmittel mehr Pestizidrückstände haben.

EU-Verordnung Omnibus VI: Sicherheitsbewertungen basieren weiterhin auf unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchungen und strengen Kontrollen

„In den letzten Monaten hat die Verbreitung von Fehlinformationen über die vorgeschlagenen Änderungen im Rahmen von Omnibus VI besorgniserregend zugenommen. Diese Behauptungen entsprechen nicht der Realität“, sagte dazu Dr. Alexander Mohr, Präsident der International Fragrance Association (IFRA). „Omnibus VI stellt eine gezielte Anpassung der regulatorischen Prozesse dar. Es gibt dadurch keine Änderung der grundlegenden Prinzipien der Kosmetik- und Duftstoffsicherheit. Sicherheitsbewertungen basieren dort weiterhin fest auf unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchungen und strengen Kontrollen.“

EU-Verordnung Omnibus VI: EU-Gesetzgeber und Kosmetikindustrie stellen die Sicherheit der Verbraucher in den Mittelpunkt

Die Sicherheit der Verbraucher steht im Mittelpunkt sowohl der EU-Gesetzgeber als auch der Kosmetik- und Duftstoffindustrie, einschließlich Unternehmen aller Größen. Die Europäische Union verfügt über einen der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Dieser gewährleistet damit, dass alle Produkte einer strengen wissenschaftlichen Bewertung und einer umfassenden Marktüberwachung unterzogen werden.

„Während die Europäische Union die Kosmetikvorschriften weiter vereinfacht und präzisiert, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, bleibt unser uneingeschränktes Engagement für die Sicherheit unverändert.“ Das sagte dazu John Chave, Generaldirektor von Cosmetics Europe. Chave weiter: „Omnibus VI schwächt deshalb die Schutzmaßnahmen nicht. Im Gegenteil! Es stellt damit sicher, dass regulatorische Entscheidungen besser auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass sichere Inhaltsstoffe verboten werden. Es wird zudem hundertprozentig sichergestellt, dass verbotene Inhaltsstoffe verboten werden.“

EU-Verordnung Omnibus VI: Desinformationskampagnen vorbeugen durch den Gesetzgeber

Cosmetics Europe und IFRA appellieren an die Gesetzgeber, Omnibus VI als pragmatische und verhältnismäßige Maßnahme zu unterstützen. Diese wahrt Europas hohe Standards im Verbraucherschutz und fördert gleichzeitig Innovation und Wettbewerbsfähigkeit im Kosmetik- und Duftstoffsektor. Sie betonen zudem die Notwendigkeit, koordinierten Desinformationskampagnen vorzubeugen. Grund: Diese könnten den Regulierungsprozess verfälschen.

„Sicherheit ist unabdingbar“, fügte Herr Chave deshalb hinzu. „Sicherheitsentscheidungen müssen jedoch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, nicht auf irrelevanten Kriterien und bürokratischen Hürden. Omnibus VI führt die notwendigen Anpassungen ein, um dieses Ziel zu erreichen.“

EU-Verordnung Omnibus VI: Über Cosmetics Europe und IFRA

Cosmetics Europe ist der europäische Branchenverband der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie. Zu den Mitgliedern zählen deshalb Kosmetik- und Körperpflegehersteller. Hinzukommen Verbände, die die Branche auf nationaler Ebene in ganz Europa vertreten. Medienkontakt: Malgorzata Miazek

Die International Fragrance Association (IFRA) ist die globale Stimme der Duftstoffindustrie. Seit ihrer Gründung 1973 vereint die IFRA globale Duftstoffhersteller, nationale Verbände und regionale Hersteller von Duftstoffinhaltsstoffen. Diese setzen sich dort für die sichere, wissenschaftlich fundierte und verantwortungsvolle Verwendung von Duftstoffen ein. Die IFRA vertritt die Interessen von Duftstoffproduzenten, arbeitet mit Regulierungsbehörden und internationalen Partnern zusammen. Sie fördert zudem Nachhaltigkeit und Innovation entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Medienkontakt: Charles de Lusignan

[Text/Bild: Cosmetics Europe]

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