Berlin. Zum Tag der Städtebauförderung am 9. Mai betonte der Handelsverband Deutschland (HDE) die große Bedeutung der Städtebauförderung. Sie sei das wichtige Instrument der Stadtentwicklung, das einen wertvollen Beitrag zur Attraktivität von Städten leiste, so der HDE.
„Belebte Städte gibt es nur, wenn das Gesamtbild stimmt. Gepflegte Plätze und Straßenräume, ansprechende Gebäude und Sitzgelegenheiten mit Aufenthaltsqualität. All das lädt zum Verweilen ein. Das hat damit auch für den Einzelhandel große Bedeutung“, erklärt Michael Reink, HDE-Bereichsleiter Standort- und Verkehrspolitik.
Tag der Städtebauförderung: Investitionen lösen einen hohen Multiplikatoreffekt aus
Darüber hinaus unterstützt die Städtebauförderung Kommunen bei Investitionen in die Infrastruktur und beim Abbau von städtebaulichen Defiziten. Sie löst außerdem einen hohen Multiplikatoreffekt aus. Das mobilisiert pro Förder-Euro sieben Euro an privaten Investitionen. „Die Menschen müssen sich sicher und wohl fühlen. Und das tun sie meist an hellen und belebten Orten. Daher tragen Geschäfte, deren Schaufenster auch nachts beleuchtet sind, zum Sicherheitsgefühl bei. Ohne Einzelhandel stirbt die Stadt. Der Hauptbesuchsgrund für die Menschen in den Innenstädten ist der Einkauf. Der Einzelhandel kann es aber nicht allein richten: Vielmehr ist die richtige Mischung aus Freizeitgestaltung, Kultur, Gastronomie und Geschäften der Schlüssel zum Erfolg“, so Reink weiter.
Tag der Städtebauförderung: Diese förderte seit 1971 12.5000 Maßnahmen in rund 4.000 Kommunen – Aktuell Probleme bei der Ko-Finanzierung der Kommunen
Seit 1971 konnten mit der Städtebauförderung von Bund und Ländern mehr als 12.5000 Maßnahmen in rund 4.000 Kommunen gefördert werden. Der HDE begrüßt die im Koalitionsvertrag festgelegte sukzessive Verdopplung der Städtebaufördermittel. Sie kommen jedoch erst zum Tragen, wenn auch die Kommunen die anteilige Co-Finanzierung leisten.
Daher fordern der Handelsverband Deutschland und der Deutsche Städtetag im 5-Punkte-Plan „Impulse zur Stärkung der Innenstädte“. Unter anderem dazu: „Attraktive Innenstädte erfordern Investitionen in den öffentlichen Raum. Dafür brauchen Kommunen wieder hinreichende finanzielle Spielräume. Hierfür ist in erster Linie eine Neuordnung der Kommunalfinanzen erforderlich. Ansonsten können die bestehenden Förderprogramme ihre Wirkung nicht mehr entfalten.“
Weitere Informationen: https://einzelhandel.de/stadt-handel
[Text/Bild: HDE]

