Darmstadt. Hautkrebserkrankungen nehmen deutlich zu. Davon berichtet das Internetportal Haut.de. Als Quelle dafür beruft es sich auf Daten, die das Statistische Bundesamt über Jahre erhoben hat. Ein Problem dabei, dass viele Menschen jenseits der Sommerferien nicht auf einen genügenden Sonnenschutz achten.
„Die menschliche Erbsubstanz in den Zellkernen jeder Körper- und jeder Hautzelle, die DNA (Desoxyribonukleinsäure), besitzt eine hohe Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen. Sie kann leicht beschädigt und funktionsunfähig gemacht werden. Durch übermäßige Einwirkung von UVB-Strahlung besteht deshalb die Gefahr, dass es zur Bildung von Hautkrebsvorstufen, so genannten aktinischen bzw. solaren Keratosen kommt. Außerdem unterstützt das die Entstehung von hellem Hautkrebs in Form von Plattenepithelkarzinomen und Basaliomen. Diese Tumore sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, behandelbar. Sie haben dann wenig nachteiligen Einfluss auf die Lebenserwartung der Betroffenen. Übermäßige UV-Einstrahlung auf der Haut begünstigt aber auch die Entstehung von schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom. Hier ist die Früherkennung für eine gute Prognose besonders wichtig, da Melanome zur raschen Metastasierung neigen.
Hautkrebserkrankungen: Zahl der Krankenhausbehandlungen verdoppelte sich innerhalb von zwei Jahrzehnten – deutlich mehr Todesopfer
„Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs hat sich innerhalb von 20 Jahren nahezu verdoppelt. 120100 Menschen mit der Diagnose Hautkrebs behandelten Krankenhäuser in 2024 stationär. Das waren damit 94,5 % mehr Fälle als im Jahr 2004, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damals wurden 61 700 Menschen wegen Hautkrebs stationär behandelt. Zum Vergleich: „Die stationären Krankenhausbehandlungen insgesamt sind im selben Zeitraum um 4,1 % gestiegen“, so die aktuelle Nachricht des Statistischen Bundesamts.*
„Hautkrebs war bei 8,3 % aller stationären Krebsbehandlungen im Jahr 2024 die Hauptdiagnose. Der Anteil der Hautkrebs- an allen Krebsbehandlungen verdoppelte sich damit mehr als deutlich binnen 20 Jahren: Im Jahr 2004 hatte er noch bei 4,0 % gelegen“. „An Hautkrebs starben im Jahr 2024 rund 4 600 Menschen. Das waren damit 65,1 % mehr als im Jahr 2004 mit 2 800 solcher Todesfälle. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Todesfälle wegen Krebserkrankungen insgesamt um 10,1 %. Wie bei den meisten Krebserkrankungen sind auch bei Hautkrebs vor allem ältere Menschen betroffen. So war mehr als die Hälfte (52,9 %) der 2024 an Hautkrebs Verstorbenen 80 Jahre oder älter“, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts.*
Hautkrebserkrankungen: UV-A-Strahlen verändern die Haut langfristig
Die Veränderungen an der Haut durch UV-A-Strahlen zeigen sich erst auf lange Sicht. UV-A bewirkt bei längerfristiger Belastung durch das Eindringen in das Bindegewebe der Haut Strukturveränderungen und Bindegewebsschädigungen. Menschen jeden Alters sollten sich vor übermäßiger UV-Strahlung schützen, um sich im fortgeschrittenen Alter nicht mit der Diagnose „Hautkrebs“ auseinandersetzen zu müssen. Übersichtliche Tipps zum Sonnenschutz sind auf der Website „https://www.sonnenschutz-sonnenklar.info“ zu finden: https://www.sonnenschutz-sonnenklar.info/sonnenschutz-tipps/
* Quelle : https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_N036_231.html?nn=2110
[Text/Bild: Haut.de/© RioPatuca Images/stock.adobe.com]

