Hamburg. Beiersdorf Jahresgeschäft 2026. Der Vorstand der Beiersdorf Aktiengesellschaft passte aktuell vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Ein Hintergrund ist dabei die langsamere Erholung des NIVEA-Geschäfts als erwartet. Zugleich leitete der Vorstand die nächste Phase der strategischen Neuausrichtung von NIVEA ein. Dieser Turnaround-Plan soll die Wachstumsdynamik von NIVEA für 2027 und darüber hinaus wiederherstellen.
Beiersdorf Jahresgeschäft 2026: Organischen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich
Für das Jahr 2026 erwartet Beiersdorf nunmehr im Unternehmensbereich Consumer und im Konzern jeweils einen organischen Rückgang des Umsatzes im niedrigen einstelligen Bereich (bisher: flacher bis leicht wachsender organischer Umsatz); für den Unternehmensbereich tesa wird die bisherige Prognose (flacher bis leicht wachsender organischer Umsatz) bestätigt.
Im Hinblick auf die EBIT-Umsatzrendite ohne Sondereffekte erwartet Beiersdorf im Jahr 2026 für den Unternehmensbereich Consumer nun einen Wert von mindestens 11,0 % (bisher: leicht unter dem Vorjahresniveau; Vorjahr Consumer: 13,6 %) und für den Unternehmensbereich tesa einen Wert leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr tesa: 16,1 %). Für den Gesamtkonzern wird daher insgesamt mit einer EBIT-Umsatzrendite ohne Sondereffekte von mindestens 11,8 % (bisher: leicht unter dem Vorjahresniveau; Vorjahr Konzern: 14,0 %) gerechnet.
Beiersdorf Jahresgeschäft 2026: Vorstand kurbelt durch Beschluss Wachstumsdynamik von NIVEA auf globaler Ebene an
Der globale Hautpflegemarkt ist weiterhin herausfordernd. Die Krise im Nahen Osten belastet dabei die Verbraucherstimmung, den Konsum und die Kosten zusätzlich. Aufbauend auf den ersten positiven Effekten der strategischen Neuausrichtung von NIVEA beschloss der Vorstand, die nächste Phase des Programms einzuleiten, um die Wachstumsdynamik von NIVEA auf globaler Ebene anzukurbeln. In dieser zweiten Phase liegt der Schwerpunkt darauf, das Wachstum in allen Kategorien wiederzubeleben. Dabei spielen ein Volumenwachstum und eine höhere Marktdurchdringung wichtige Rollen. Das Ziel: durch erschwingliche und lokal relevante NIVEA-Produkte zu steigern. Mit diesen Maßnahmen will Beiersdorf innerhalb der nächsten 18 Monate auf den Wachstumspfad zurückkehren.
Zur erfolgreichen Umsetzung dieser strategischen Prioritäten beschloss der Vorstand deshalb zusätzliche Investitionen in verbraucherorientierte Aktivitäten. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Inflation der Herstellungskosten (Cost of Goods Sold/COGS), die auch von der Krise im Nahen Osten beeinflusst wird, werden sich diese Investitionen negativ auf die EBIT-Marge für das laufende Geschäftsjahr auswirken.
Beiersdorf Jahresgeschäft 2026: Umsatzwachstum über Marktniveau soll ab 2028 für Profitabilität sorgen
Auf Basis der bereits eingeleiteten Maßnahmen erwartet Beiersdorf, im Jahr 2027 wieder zu wachsen und die EBIT-Umsatzrendite zu stabilisieren. Ab 2028 erwartet das Unternehmen deshalb wieder profitabel zu wachsen. Ein Umsatzwachstum über Marktniveau und eine kontinuierliche Verbesserung der EBIT-Umsatzrendite sind dessen Grundlage.
Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2026 ging der Umsatz im Unternehmensbereich Consumer organisch um 3,3 % zurück. Auf Konzernebene verringerte sich dieser organisch um 2,3 %. Der Umsatz des Unternehmensbereichs tesa stieg organisch um 2,5 %. Infolgedessen verringerte sich der Umsatz auf Konzernebene insgesamt im ersten Halbjahr 2026 organisch um 3,5 % auf 4.952 Mio. Euro. Im Unternehmensbereich Consumer waren es 4,0 % auf 4.113 Mio. Euro und im Unternehmensbereich tesa um 0,9 % auf 839 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2026 belief sich die EBIT-Umsatzrendite ohne Sondereffekte im Unternehmensbereich Consumer auf 15,4 %. Beim Unternehmensbereich tesa waren es 16,2 % und im Konzern insgesamt 15,5 %.
[Text/Bild: Beiersdorf AG]

