Handelskongress Deutschland 2024: HDE-Präsident von Preen sieht Handlungsbedarf bei Bürokratieabbau und Standortstärkung

Berlin. Auf dem Handelskongress Deutschland 2024 hob Alexander von Preen, der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), in seiner politischen Rede den dringenden politischen Handlungsbedarf hervor. Das bedeutet für ihn damit vor allem Bürokratieabbau und Standortstärkung.

Handelskongress Deutschland 2024: Der Handel stellte sich den starken Umbrüchen und Transformationen der letzten Jahre

„Der Einzelhandel durchlebte in den letzten Jahren enorme Umbrüche und Transformationen. Wir haben Verantwortung übernommen und uns den Herausforderungen gestellt“, erklärte von Preen dort zum Wirken des Handels. Die Zeit der Krisen habe die Branche dadurch resilienter gemacht. Angesichts nationaler und europäischer Bürokratie stießen viele Händlerinnen und Händler dabei allerdings an ihre Grenze. Ihnen würden immer weitere Dokumentations- und Berichtspflichten auferlegt. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer, die dieses Land mit ihrem Ideenreichtum und Tatendrang stark gemacht haben, werden dadurch in die Passivität gezwungen“, so Präsident des Handelsverbandes Deutschland weiter.

Handelskongress Deutschland 2024: Bürokratie triebt kleine Unternehmen zur Geschäftsaufgabe, bevor sie ihre Angebote etablieren können

Der HDE-Präsident warnt deshalb eindringlich vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten des anhaltenden Drangs zur Bürokratisierung. Im engen Korsett der Vorgaben und Verbote könnten zahlreiche Geschäftsideen gar nicht erst gedacht werden und blieben daher aus. Viele kleine Handelsunternehmen treibe zudem die Bürokratie in die Geschäftsaufgabe, bevor sie eine Säule des Wohlstands hätten werden können. „Es ist an der Zeit, die bürokratischen Fesseln, die dieses Land so sehr hemmen, endlich zu zerschlagen“, so von Preen.

Handelskongress Deutschland 2024: Niedrigere Energiekosten, eine funktionierende Sozialpartnerschaft und die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen als weite Faktoren

Ein konsequenter Bürokratieabbau reiche allerdings nicht aus, um die Standortbedingungen in Deutschland zu verbessern und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wichtig seien zudem niedrigere Energiekosten, eine funktionierende Sozialpartnerschaft und die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen. „Eine robuste Wirtschaft und ein starker Handel sind die Basis für einen funktionierenden Sozialstaat, für zukunftsweisende Investitionen und für ein entschlossenes Engagement im Klima- und Naturschutz“, betonte dazu der HDE-Präsident. Hierfür müssten die Unternehmen ihre Freiräume für die Problemlösung zurückerhalten. „Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer“, so von Preen.

Mehr Informationen zum Kongress unter www.handelskongress.org

[Text/Bild: HDE]

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