Zweites Verteilzentrum in Oberösterreich: dm macht das Verteilzentrum Kronstorf zum ökologischen Vorzeigeprojekt

Salzburg/Kronstorf. Zweites Verteilzentrum in Oberösterreich. Mit einem Investitionsvolumen von 230 Millionen Euro realisiert dm drogerie markt damit die bisher größte Einzelinvestition in der 50-jährigen Geschichte der dm Gruppe Österreich und Verbundene Länder. Mit dem neuen Verteilzentrum im oberösterreichischen Kronstorf, das den bestehenden Standort im benachbarten Enns ergänzt, verdoppelt dm zudem seine Logistikkapazitäten in Österreich. „Wir schaffen damit Ressourcen, um dem anhaltend steigenden Zuspruch durch unsere Kundinnen und Kunden nachkommen zu können“, so Harald Bauer, Vorsitzender der dm Geschäftsführung. Bauer: „dm Kundinnen und Kunden in Österreich kauften 375 Millionen Produkte in 2025. Das sind über 20 Millionen Stück (plus 5,7 Prozent) mehr als in 2024.“

Zweites Verteilzentrum in Oberösterreich: Investitionen in die Logistik sind auch Investitionen in die Effizienz

Hintergrund des Erfolgs sei nicht zuletzt auch, dass es gelungen ist, die Inflation im dm Warenkorb 2025 mit 0,3 Prozent fast bei null zu halten. Damit begeisterte dm viele zusätzliche Kunden. Bauer dazu: „Investitionen in unsere Logistik sind deshalb auch Investitionen in unsere Effizienz. Wir tun nicht einfach nur mehr-vom-Selben, sondern nutzen unser Wachstum für Weiterentwicklung. Damit schaffen wir Ressourcen, um wiederum in die Preiswürdigkeit zu investieren. Gleichzeitig reduzieren wir damit den ökologischen Fußabdruck unserer Logistik und schaffen optimale Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Wir automatisieren Tätigkeiten, für die sich immer schwieriger Menschen finden lassen und für die es nicht die Qualitäten menschlicher Arbeitskraft braucht. Wir achten auf Ergonomie und Gesundheit und setzen vielfältige Maßnahmen, um auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen einen Arbeitsplatz bieten zu können.“

Das Projekt hätte in einem der Nachbarländer deutlich schneller und günstiger verwirklicht werden können. Harald Bauer stellt fest: „Wir haben uns trotzdem so und nicht anders entschieden – als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich.“ Dementsprechend sei es auch gelungen, alle namhaften Gewerke und Leistungen an Partner aus der Region und an österreichische Unternehmen zu vergeben. Das heißt damit von der Planung und Projektkoordination über Holzbau und Betonfertigteile bis zu Innenausbau, Elektrik und Intralogistik.

Zweites Verteilzentrum in Oberösterreich: Holzbau, erneuerbare Energie und Flächen für Biodiversität

„Überall, wo das technisch möglich und sinnvoll ist, setzen wir Holz als Baustoff ein. Damit reduzieren den CO2-Fußabdruck gegenüber konventioneller Bauweise“, konkretisiert dm Österreich Geschäftsführer Thomas Köck. So werden sämtliche Außenwände und die meisten Dachflächen im Holzbau ausgeführt. Die hochwertige Holzriegelfassade spart rund 360 Tonnen (38 Prozent) CO2 im Vergleich zum üblichen Standard einer Paneelbauweise ein. Außerdem sorgt der hohe Dämmwert beim Heizen und Kühlen für eine Energieeinsparung von 22.000 kWh pro Jahr.

So wie für die dm Märkte, die Zentralstandorte und die bestehenden Verteilzentren gilt auch am neuen dm Standort Kronstorf der Grundsatz „raus aus Öl und Gas“. „Wir setzen auf PV-Anlagen auf Dachflächen, Freiflächen und dem Parkdeck: Mehr als 4.600 Module produzieren dadurch eine Jahresleistung von 2,3 GWh. Für Heizung und Kühlung kommen Wärmepumpen zum Einsatz. Diese werden durch eine Betonkernaktivierung im Hallenbereich ergänzt“, berichtet Thomas Köck.

Das planerische Gesamtkonzept zielt darauf ab, möglichst wenig Bodenfläche zu versiegeln. Das gilt dort für mehr als 26.000 Quadratmeter und damit 30 Prozent der Flächen. Mit Rasengitter und Blumenschotterrasen sind weitere knapp 10.000 Quadratmeter oder 11 Prozent der Fläche nur teilversiegelt. Das Dach des Verteilzentrums ist ein Gründach mit einer Fläche von 31.000 Quadratmetern (35 Prozent). Am südlichen Ende des Grundstücks entsteht zudem ein ca. 6.000 Quadratmeter großer Öko-Grünpark mit Retentionsfläche, Löschteich und Biotopcharakter nach den Prinzipien des „Nationalpark Garten“. „Durch die Schaffung verschiedener Vegetationsbereiche wird eine hohe Biodiversität gefördert. Wir wollen hier Lebensräume schaffen, die in der freien Landschaft selten werden“, so Köck. Passende Lebensräume wie beispielsweise Magerwiesen für Insekten fördern zudem die Ansiedelung diverser Vogelarten. Rund um das Gebäude werden mehr als 100 Bäume und eine Vielzahl von Sträuchern gepflanzt.

Zweites Verteilzentrum in Oberösterreich: Mehr Effizienz, weniger ökologischer Fußabdruck

Das neue Verteilzentrum macht es möglich, die Logistikprozesse weiter zu optimieren. Und damit effizienter und auch ökologischer zu gestalten. „Durch die Bündelung von Transporten identer Quellverkehre nutzen wir Lkw und Touren noch effizienter. So lasten wir Transporte besser aus und erreichen, dass die Steigerung der Transportkilometer deutlich unter dem Mengenwachstum liegt“, berichtet Prokurist Patrick Aichinger. Er verantwortet den Bereich Logistik über die 12 Länder der dm Teilgruppe. „Darüber hinaus versuchen wir, lange Distanzen, wo möglich, via Intermodalverkehr auf die Bahn zu bringen, um so zusätzliche CO2-Tonnen einzusparen.“

Zweites Verteilzentrum in Oberösterreich: Fokus liegt auf der Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen

Ausgelegt ist das neue Verteilzentrum auf eine Kapazität von rund 2.000 Warenausgangspaletten täglich und 385 Millionen Stück Produkte jährlich. Nach einer ersten Anlaufphase soll im ersten Betriebsjahr die Marke von 300 FTE (= Full Time Equivalent, Vollzeitmitarbeitende) erreicht werden. Menschliche Arbeitskraft und hochautomatisierte Systeme spielen dort eng ineinander. Auf 13 Wareneingangsbahnen übergeben die Anlieferungen direkt an die automatische Anlage. Als verbindende Fördertechnik kommen dafür rund 80 AGVs (= Automated Guided Vehicles) zum Einsatz. Diese Fahrzeuge bewegen sich autonom durch das Lager und versorgen so alle Funktionsbereiche mit Paletten. „Die Mitarbeitenden konzentrieren sich auf wertschöpfende, effiziente Prozesse. Sie werden damit von reinen Transportprozessen entlastet“, berichtet Patrick Aichinger.

Am neuen Standort liegt ein wichtiger Fokus auf der Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen sowie einem Normalteile-Hochregallager. Das Herzstück der Anlage ist das Kleinteile-Shuttle-Lager. Es besteht aus rund 260.000 Stellplätzen. Die sind über eine umfangreiche Fördertechnik an 16 Kommissionier-Stationen im 1. Obergeschoss angebunden. Angrenzend stehen fünf Hochregallagergassen mit rund 15.500 Palettenstellplätzen zur Verfügung.

Die Planungen sehen die Fertigstellung des Gebäudes inklusive Innenausbau und Außenanlagen für Sommer 2027 vor. Die technische Ausstattung (Intralogistik und IT) soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme des Verteilzentrums findet dann im Sommer 2028 statt.

Zweites Verteilzentrum in Oberösterreich: Landeshauptmann Thomas Stelzer sieht starkes Signal für Wirtschaftsstandort OÖ

„Die Entscheidung von dm drogerie markt, rund 230 Millionen Euro in ein neues Verteilzentrum in Kronstorf zu investieren, ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Und weit über die Region hinaus. Diese größte Einzelinvestition von dm in Österreich zeigt, dass sich unser Bundesland im nationalen und internationalen Wettbewerb um Investitionen erfolgreich behauptet. Es wird als verlässlicher, leistungsfähiger Standort wahrgenommen. Gerade in einem Umfeld zunehmender globaler Konkurrenz ist jede derartige Standortentscheidung ein Beleg für unsere Stärken. Das sind eine hohe industrielle Kompetenz, gut ausgebildete Fachkräfte, eine funktionierende Infrastruktur und ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand. Gleichzeitig sorgt die Investition für nachhaltige Wertschöpfung in der Region. Sie stärkt zudem heimische Betriebe und schafft zukunftssichere Arbeitsplätze. Kronstorf ist damit nicht nur ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung von dm. Es ist auch ein klares Bekenntnis zu Oberösterreich als wettbewerbsfähigem, zukunftsorientiertem Wirtschaftsstandort im Herzen Europas.“

[Text/Bild: dm; dm-Österreich]

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