Nachhaltige Palmölproduktion: Beiersdorf engagiert sich in der malaysischen Provinz Sabah

Hamburg/Kota Kinabalu/Berlin/Essen. Eine nachhaltige Palmölproduktion ist das Thema bei Beiersdorf. Der Hautpflegekonzern und das Spezialchemieunternehmen Evonik unterstützen deshalb ein neu gestartetes Projekt der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF). Dabei geht es um die nachhaltige Entwicklung der malaysischen Region Tabin in der Provinz Sabah auf der Insel Borneo. Tabin steht dort vor enormen ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Das sensible Ökosystem ist die Heimat einer Vielzahl bedrohter Tierarten. Zugleich ist ein wichtiges Gebiet für den Anbau und die Herstellung von Palm(kern)öl . Dies ist nicht nur ein regionaler Wirtschaftsfaktor. Es ist auch ein zentraler Rohstoff in der Kosmetikindustrie.

Nachhaltige Palmölproduktion: „Protect, Produce, Restore“ als Arbeitsdevise für den Anbau

Ziel des Projektes ist es, basierend auf den drei Säulen „Protect, Produce, Restore“ (Schutz, Produktion, Wiederherstellung), die Produktion von Palmöl nachhaltiger zu machen. Gleichzeitig soll es die Entwaldung der Region stoppen. Bis zum Jahr 2025 sollen deshalb kleine und mittelgroße Palmölbauern zertifiziert werden. Zur Verfgung steht eine Fläche von insgesamt 20.000 Hektar Land nach dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO). Zudem gilt es, einen Landnutzungsplan für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft zu schaffen.

Nachhaltige Palmölproduktion: Bedrohte Wildtiere wie Orang-Utans und Sunda-Nebelparder schützen

Darüber hinaus nahmen sich die Projektpartner vor, die Heimat bedrohter Wildtiere in Tabin zu schützen. Dabei geht es darum, mittels Aufforstung mindestens einen ökologischen Korridor zu errichten, der den Wildtieren den Wechsel zwischen bislang getrennten Lebensräumen ermöglicht. So wollen die Partner die Konflikte zwischen Menschen und Elefanten im Projektgebiet reduzieren. Weiteres Ziel ist, auch die Population gefährdeter Tierarten, wie die Orang-Utans, zu stabilisieren. 

Insgesamt umfasst Tabin rund 400.000 Hektar Land – eine Fläche, die etwa viereinhalb Mal so groß ist wie Berlin. Davon ist etwa die Hälfte mit Palmölplantagen bedeckt. Die Landschaft ist Heimat vieler bedrohter und gefährdeter Tierarten, darunter rund 1.250 Orang-Utans, 350 Borneo-Elefanten, 50 Borneo-Bantengs und 40 Sunda-Nebelparder.

Nachhaltige Palmölproduktion: Gemeinsam Verantwortung übernehmen

„Den ökologischen Fußabdruck zu verringern, ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Dazu muss jeder seinen Beitrag leisten – auch die Privatwirtschaft“, erklärt Dr. Martin Bethke, Geschäftsleitung WWF Deutschland. Deshalb arbeite der WWF mit Unternehmen zusammen, die auch vor Ort in den Produktionsländern ihrer Rohstoffe Verantwortung übernehmen wollen. „Im Schulterschluss kann es uns in der Region Tabin gelingen, die Entwaldung zu stoppen und gefährdete Tierarten zu schützen“, so Bethke weiter.

„Unser Ziel ist es dabei, entwaldungsfreie Lieferketten sicherzustellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Beiersdorf und dem WWF, denn nur mit allen Beteiligten können wir eine verantwortungsvolle Verarbeitung von Palmöl-Derivaten langfristig gewährleisten“, betont zudem Yann d’Hervé, Leiter des Geschäftsgebiets Care Solutions bei Evonik.

Nachhaltige Palmölproduktion: Beiersdorf setzt Zeichen für verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen

Auch der Hautpflegekonzern Beiersdorf setzt mit dem Projekt ein klares Zeichen. „Umweltschutz und ein verantwortungsbewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen stehen für uns an oberster Stelle“, sagt außerdem Dorle Bahr, Head of Environmental Sustainability bei Beiersdorf. „Wir freuen uns daher sehr, gemeinsam mit Evonik und dem WWF in Sabah einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz zu leisten und unser Engagement im Bereich nachhaltiges Palmöl weiter auszubauen“, so Bahr dazu weiter.

Nachhaltige Palmölproduktion: Nachhaltigkeitsorientierte Lieferketten im Fokus

Beiersdorf und Evonik engagieren sich bereits seit Jahren für eine nachhaltige Palmöl-Wirtschaft. Unter anderem über den Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO). Beide sind zudem Gründungsmitglieder der Initiative Action for Sustainable Derivatives (ASD). Diese setzt sich seit 2019 für eine größtmögliche Transparenz und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette von Palm(kern)öl-Derivaten ein. Mit dem neuen Projekt zur nachhaltigen Entwicklung in der Tabin Region weiten die Unternehmen in partnerschaftlicher Kollaboration mit dem WWF ihr Palmöl-Engagement weiter aus. 

[Text/Bild: Beiersdorf/Chris J. Ratcliffe, WWF]

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