Neurokosmetik setzt auf Austausch zwischen Haut und Nervensystem

Darmstadt. Womit beschäftigt sich die Neurokosmetik? Das thematisiert Haut.de, die Digitalplattform zu Körperpflege und Kosmetik in einem Beitrag.

Neurokosmetik will den Informationsaustausch zwischen Hautzellen und Nervenzellen positiv beeinflussen

Der Informationsaustausch zwischen Hautzellen und Nervenzellen ist nicht ungewöhnlich. So zeigt sich Stress, aber auch Freude an der Haut. Die Haut besitzt ein besonderes System, das für Hormone wie Cortisol, Oxytocin – typisch bei Stressphänomenen – und auch Dopamin und Serotonin – bekannt als „Glückshormone“ – empfänglich ist. Die Haut verfügt dafür über eine Vielzahl von Nervenenden. Sie kann damit Signale empfangen und weiterleiten. Auf diese Kommunikation – zwischen Haut und Gehirn – setzt die so genannte Neurokosmetik.

Neurokosmetik: Neurotransmitter organisieren die Kommunikation zwischen Gehirn und Haut

Beim Informationsaustausch zwischen Hautzellen und Nervenzellen spielen dort Neurotransmitter eine besondere Rolle. Sie sind spezielle chemische Botenstoffe, die wichtige Informationen übertragen, wichtige Lebensprozesse stimulieren oder hemmen. Die Haut ist nicht nur das Ziel, sondern auch die Quelle von Neurotransmittern, Hormonen und Peptiden. Studien haben gezeigt, dass Hautzellen, wie Keratinozyten, Melanozyten und Fibroblasten, Neurotransmitter produzieren und absondern. Ohne sie würde die Kommunikation zwischen dem Gehirn und dem Körper nicht richtig funktionieren. Viele Neurotransmitter beeinflussen dadurch die Stimmung, das Aussehen, übliche Körperfunktionen, Schmerzen und Muskelverspannungen. Neurotransmitter sind chemische Übermittler, die Signale zwischen Nervenzellen oder zwischen Nervenzellen und einer Zelle übertragen.

Neurokosmetik entwickelt spezielle Produkte die die Hautqualität verbessern und auch das emotionale Wohlbefinden steigern

Ziel neurokosmetischer Forschungsansätze ist es deshalb, spezielle Produkte, die auf Neurotransmitter und Nervensignale wirken, zu entwickeln. Diese verbessern bei der Anwendung nicht nur die Hautqualität, sondern steigern auch das emotionale Wohlbefinden. Die Produkte nutzen dafür Inhaltsstoffe wie bestimmte Peptide, Pflanzenextrakte oder -öle, um die Kommunikation zwischen Nerven und Hautzellen zu beeinflussen. Neurokosmetik setzt zudem auf spezielle Wirkstoffe wie Neuropeptide, die die Hautregeneration unterstützen. Diese Neuropeptide docken an Hautrezeptoren an und stimulieren die Bildung von Lipiden und Proteinen. Damit können sie so die Hautstruktur stärken und die Schutzbarriere unterstützen. So genannte neuroaktive Wirkstoffe sollen außerdem die Hautzellen stimulieren. Deren Ziel: Die Signalübertragung zum Nervensystem zu beeinflussen, um Rötungen zu mindern, die Haut zu beruhigen und das subjektive Hautgefühl zu verbessern.

Text/Bild: Haut.de/ © Alper AI/stock.adobe.com KI]

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