Sonnenschutz: Frühe Hautalterung und Hautschädigungen vermeiden

Darmstadt. Den Sonnenschutz nicht vergessen, fordert haut.de auf. „Im Sommer ist zwar Zeit und Gelegenheit für Sonnenbäder, Gartenspaß, Picknick und Outdoor-Aktivitäten. Das klingt dabei nach Entspannung pur. Für die Haut kann das allerdings auch Stress bedeuten“, so die Internetseite. Ultraviolette Strahlen des Sonnenlichts aktivieren dabei die Atmung, regen Durchblutung, Stoffwechsel und Drüsentätigkeit an. Sie stimulieren zudem – in Maßen genossen – die Abwehrkräfte des Körpers gegen Infektionen. Aber die Haut vergisst allerdings nichts: denn je öfter die Haut großen Strahlenmengen ausgesetzt wird, umso schneller altert sie. haut.de: „Die Haut sammelt somit sozusagen die Strahlungsschäden und häuft sie im Laufe der Zeit an. Ein einmal sichtbarer Schaden ist deshalb kaum wieder rückgängig zu machen.“

Sonnenschutz: Melanin – der Bräunungsfarbstoff

Sonnenlicht sorgt dabei in den Pigmentzellen der Oberhaut für Bräunung. „Eigentlich ist das somit eine Schutzreaktion der Haut“, so haut.de dazu. Dieser Eigenschutzmechanismus liegt dabei in den Pigmentzellen (Melanozyten) unter der Hornhaut. Dort wird der Hautfarbstoff Melanin gebildet, der die (noch immer) begehrte Bräune hervorruft. Der Prozess der Neubildung von Pigmenten und der Transport in höher gelegene Epithelschichten gehen jedoch nur langsam vor sich. Der Farbstoff wird deshalb erst nach etwa zwei bis vier Tagen an der Hautoberfläche sichtbar. Durch die Bräunung der Haut sollen dadurch die darunter liegenden Hautschichten und vor allem die DNA der Zellkerne geschützt werden. Helle Hauttypen besitzen dabei insgesamt weniger Melanin als dunkle und sind daher empfindlicher gegen Sonnenlicht. Je mehr Melanin eingelagert wird, desto dunkler wird somit der Tönungsgrad der Haut.

Sonnenschutz: UV-A- und UV-B-Strahlen des Sonnenlichts

Zu lange Aufenthalte in der Sonne ohne entsprechenden Sonnenschutz bedeuten deshalb eine übermäßige, gesundheitsschädliche UV-Exposition. Ein Zuviel an UV-Strahlung auf der Haut und der akute und sofort sichtbare Effekt ist zudem ein Sonnenbrand. Wie kommt es dazu? Aktiviert durch die Strahlungsenergie finden in den Hautzellen photochemische Prozesse statt, bei denen sich Zellgifte bilden. Die Folge ist deshalb eine entzündliche Hautrötung. Aufgrund einer Erweiterung der Gefäße erhöht sich außerdem die Hautdurchblutung und die Haut schwillt an. Juckreiz und Schmerzempfindung sind dadurch die Folgen.

Sonnenschutz: UV-Strahlung kann Hautkrebs erzeugen – Erkrankung steigend

Die UV-Strahlung der Sonne (ultraviolette Strahlung) kann zudem zu zahlreichen sofortigen sowie später im Leben auftretenden Erkrankungen an Haut und Auge führen. Die schwerwiegendste Folge sind dabei Hautkrebserkrankungen, deren Risiko mit zunehmender UV-Bestrahlungsstärke und längeren Aufenthaltszeiten im Freien zunimmt. Seit den Siebzigerjahren steigt inzwischen die Zahl von Hautkrebserkrankungen. Keine andere Krebsart verzeichnet hierbei vergleichbare Zuwachsraten. Mehr als 20.000 Deutsche erkranken jedes Jahr neu am schwarzen Hautkrebs. Die Zahlen für weißen Hautkrebs sind noch höher: Bei rund 80.000 deutschen Patienten wird jährlich ein Basalzellkarzinom diagnostiziert, bei etwa 22.000 ein Plattenepithelkarzinom. Hauptursache hierfür ist die Belastung mit UV-Strahlung durch übermäßiges Sonnenbaden, Solarien und die erhöhte Strahlung durch die Zerstörung der Ozonschicht.

Sonnenschutz als Programm durch Kleidung

Die beste Prävention gegen Hautkrebs ist dabei nach wie vor ausreichender Schutz vor UV-Strahlung, unter anderen auch durch Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und schützende Kleidung. Sonnenbrände sollte man zudem vermeiden und Kinder nicht übermäßig der Sonne aussetzen, vor allem nicht in der Mittagszeit.

Sonnenschutz als Programm durch Sonnenschutzmittel

Die in Sonnenschutzmitteln enthaltenen UV-Filter können zudem schädliche UV-Strahlen durch Absorption, Streuung und Reflektion aufhalten. UV-Filter-Pigmente bilden dabei eine Schutzschicht auf der Haut, an der die Strahlung abprallt. Lösliche organische Filter können dadurch UV-Strahlung einer bestimmten Wellenlänge aufnehmen und in andere Energieformen – etwa Wärme – umwandeln. Die Bandbreite der kosmetischen Lichtschutzmittel reicht dabei von Öl über flüssige (Milch, Lotionen) und cremeförmige Emulsionen bis hin zu Gelen, Stiften, Sprays und Schäumen. Die Schutzfaktoren werden zwischen 6 und 50+ angeboten. Sie decken zudem mit vier Schutzklassen (Basis, mittel, hoch, sehr hoch) den individuell und klimatisch bedingten, unterschiedlichen Schutzbedarf ab.

Sonnenschutz: UV-Filter in kosmetischen Sonnenschutzmitteln 

Die UV-Filter in kosmetischen Sonnenschutzmitteln (z. B. OCTOCRYLENE, BUTYL METHOXYDIBENZOYLMETHANE, TITANIUM DIOXIDE) unterliegen strengen gesetzlichen Beschränkungen. Sie werden zudem nach Erteilung einer Zulassung in einer speziellen Anlage (Positivliste) der europäischen Kosmetik-Verordnung aufgeführt. Es dürfen dadurch ca. 30 UV-Filter für Sonnenschutzmittel verwendet werden. Zur Unterstützung der hauteigenen Schutzsysteme werden dabei häufig Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C, Coenzym Q10 und zahlreiche Pflanzenextrakte eingesetzt. Zudem enthalten die Sonnenschutzmittel Pflegesubstanzen, um Unterschiede im Hinblick auf Bedarf an Hautfeuchte und Fett zu berücksichtigen. Die weiteren Bestandteile entsprechen dabei denen kosmetischer Pflegeprodukte.

[Text/Bild: haut.de]

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