Newsticker

Gesichtshaut: Schädigung des Hydro-Lipid-Film vermeiden

Darmstadt. “Um die Gesichtshaut richtig behandeln und pflegen zu können, ist es wichtig, ihre spezifischen Eigenschaften möglichst genau zu kennen”, erklärt dazu das Informationsforum haut.de.

Kosmetik, Duft, Makeup - Mehr wissen, besser verkaufen...

Als Frage werfen die Experten deshalb auf: “Welche Merkmale, Bedürfnisse und Probleme kennzeichnet unsere Gesichtshaut?” Neben der normalen Haut, dem Idealzustand, werden dafür drei weitere Hauttypen mittels verschiedener Merkmale unterschieden. Das sind somit fettige Haut, trockene Haut, Mischhaut. Unterscheidungskriterien sind dabei der Fett- und der Feuchtigkeitsgehalt der Oberhaut.

Gesichtshaut: Tagesform entscheidet über das Aussehen

Die Haut zeigt sich ebenso wie die ganze Person in unterschiedlicher Verfassung an jedem Tag. Fast täglich, manchmal schon kurz nach dem Aufstehen, tauchen dabei die ersten Barrieren auf. Man stolpert beispielsweise beim Lesen der Zeitung über erschreckende Nachrichten. Beim Blick in den Spiegel zeigt sich die Gesichtshaut zudem nicht gerade in ebenmäßigem Zustand. Sie macht etwa einen trockenen Eindruck, ist empfindlich und gerötet. Ursache für diese Phänomene der Gesichtshaut kann dabei eine gestörte Haut-Lipid-Barriere sein.

Gesichtshaut: Gestörte Haut-Lipid-Barriere durch Pflegeprodukte stärken

Kein Einzelfall: Viele Frauen in Deutschland leiden inzwischen nach eigener Einschätzung unter empfindlicher Haut, vor allem der Gesichtshaut. Ein gestörte Haut-Lipid-Barriere, auch als gestörtes „Puffersystem“ bezeichnet, führt dort zu Rötungen und Trockenheit der Haut. Bei empfindlicher Haut ist es deshalb ratsam, die Schutzfunktionen zu stärken. Zum Beispiel geht das durch Pflegeprodukte, die hautähnliche Lipide enthalten.

Gesichtshaut: Hydro-Lipid-Mantel bildet Schutzbarriere

Hintergrund: Eine Schutzbarriere der Hautzellen schützt dabei im Normalfall gegen Einflüsse von außen. Sie verhindert dadurch, dass Feuchtigkeit aus der Haut verdunstet. Auf der Haut besteht dafür im Normalfall ein Hydro-Lipid-Mantel aus Talg, Schweiß, Lipiden (Fetten), Aminosäuren und verhornten Zellschuppen. Diese Schicht schützt die Haut somit nicht nur vor dem Austrocknen. Sie verhindert zudem das Eindringen von Keimen und schädigenden Stoffen aus der Umwelt. Außerdem hält sie die Oberfläche der Haut geschmeidig. Das heißt somit glatt, weich und elastisch.

Gesichtshaut: Säureschutzmantel unterstützt Funktionsfähigkeit

Der Hydro-Lipid-Film enthält dabei Substanzen, die die Hautoberfläche auf einen leicht sauren pH-Wert von ca. 4,5 bis 5,75 einstellen. Daher rührt der Name „Säureschutzmantel der Haut“. Die gesunde Haut ist dadurch in der Lage, ihren Säureschutzmantel immer wieder selbst zu regenerieren. Etwa eine Stunde nach einem gründlichen Händewaschen ist deshalb zum Beispiel wieder ein normaler pH-Wert aufgebaut.

Gesichtshaut: Jahres- und Tageszeit, Luftfeuchtigkeit und Temperatur als externe Faktoren

Neben genetischen und hormonellen Faktoren spielen auch die Jahres- und Tageszeit, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur bei der funktionierenden Haut-Lipid-Barriere eine Rolle. Zu intensive Reinigungsvorgänge mit alkalischen Mitteln können zudem den Hydro-Lipid-Film schädigen und die Haut austrocknen. Auch ein „Überpflegen“ schadet dabei dem natürlichen Gleichgewicht. Durch zu viel Feuchtigkeit quillt dadurch die Hornschicht auf und die Empfindlichkeit der Haut nimmt somit zu.

Gesichtshaut: Test verrät Hauttyp

Der individuelle Hauttyp lässt sich zudem durch einen Test ganz leicht feststellen: Etwa zwei Stunden nach der Reinigung wird dafür ein Handspiegel oder ein Papiertuch gegen das Gesicht gedrückt. Bei der sehr trockenen Haut sind keinerlei Spuren zu entdecken. Eine fettige Haut zeichnet danach überall starke Fettflecken ab. Bei der Mischhaut weist lediglich der Abdruck von Stirn, Nase und Kinn fettige Rückstände auf. Die normale Haut lässt im Bereich der T-Zone zudem nur leichte Fettspuren erkennen. [Text/Bild: haut.de]