HDE fordert: Grundsteuerreform soll Mehrbelastungen für Einzelhändler vermeiden

Berlin. Für eine möglichst einfache Regelung der Grundsteuerreform sprach sich aktuell der Handelsverband Deutschland (HDE) aus. Er forderte das vor dem Treffen der Finanzminister von Bund und Ländern zur Reform der Grundsteuer am vergangenen Freitag, 1. Februar. „Die Finanzminister sollen die Steuer nicht an den Wert eines Grundstücks koppeln, sondern stattdessen an dessen Größe“, meinte der Handelsverband.

Grundsteuerreform: Höhere Steuerbelastung gefährdet Unternehmen im Strukturwandel

„Die Politik muss die Reform der Grundsteuer schnell zum Abschluss bringen. Die Unternehmen brauchen dazu Rechtssicherheit“, betonte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth zur Sache. „Am Ende darf dabei jedoch keine Mehrbelastung für die Handelsunternehmen stehen“, so Genth weiter. Sein Argument: „Die Branche steckt mitten in einem großen Strukturwandel. Eine höhere Steuerbelastung könnte viele Händler in Schieflage bringen.“

Grundsteuerreform: Kopplung der Grundsteuer an den Grundstückswert schafft Rechtsunsicherheit

Wenn die Grundsteuer, wie vom Bundesfinanzminister vorgeschlagen, vom Grundstückswert abhängig gemacht wird, dann führt das zu einem hohen Aufwand in den Unternehmen, meint der HDE. Denn die Feststellung des Grundstückswertes ist alles andere als einfach. Eher sei sie oft mit Unsicherheit behaftet. „Die Kopplung der Grundsteuer an den Grundstückswert führt somit zu Rechtsunsicherheit und neuer Bürokratie. Denn für Vermögenswerte gibt es nicht den einen objektiven Wert“, erklärt Genth dazu weiter.

Grundsteuerreform: HDE will Steuern an die Grundstücksgröße koppeln

Der HDE plädiert deshalb dafür, die Steuer an die Grundstücksgröße zu koppeln. Die Fläche von Grundstück und Gebäuden kann schließlich unkompliziert ermittelt werden. Auch bei dieser Lösung fordert der HDE allerdings, dass es für die Handelsunternehmen nicht zu Mehrbelastungen kommen darf.

[Text/Logo: HDE]

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