Unternehmerin Doris Wolff verstarb mit 96 Jahren

Bielefeld. Die Unternehmerin Doris Wolff ist bereits im September im Alter von 96 Jahren verstorben.

Wolff führte nach dem Tod ihres Mannes Kurt ab 1978 das Unternehmen Dr. Wolff. Das leistete sie über 20 Jahre mit viel Bescheidenheit, Pflichtbewusstsein und Disziplin. Die Belange des Unternehmens hatten dabei stets Priorität. Aber auch der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern prägten ihren Führungsstil. Gemeinsam mit externen Managern und Familienmitgliedern entwickelte sie dabei die Dr. Wolff-Gruppe klug und systematisch weiter.

Doris Wolff sicherte die Zukunft der Dr. Wolff-Gruppe als Familienunternehmen

„Wir sind sehr dankbar für alles, was sie für unser Unternehmen mit Mut und Tatkraft geleistet hat. Sie hat somit die Zukunft der Dr. Wolff-Gruppe als Familienunternehmen frühzeitig über ihren Tod hinaus gesichert“, unterstrichen ihre beiden Enkel Eduard R. Dörrenberg und Christoph Harras-Wolff. „Wir werden Doris Wolff als fürsorgliche, weitsichtige und engagierte Unternehmerin, sowie als 4-fache Mutter, 5-fache Großmutter und 12-fache Urgroßmutter in Erinnerung behalten“, betonen die beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Dr. Wolff-Gruppe weiter.

Gutes Gespür für wirtschaftliche Belange

Doris Wolff, geborene Bertram, kam am 10. Juli 1920 im sauerländischen Menden zur Welt. Sie lernte ihren späteren Ehemann Dr. Kurt Wolff bei einem Einsatz als Rotkreuzschwester in Riga kennen und folgte ihm 1942 nach Bielefeld. In den Folgejahren wurde Doris Wolff, die ein sicheres Gespür für wirtschaftliche Belange hatte, immer wieder zu einer wichtigen Ratgeberin für ihren Mann. Zum Zeitpunkt seines Todes war sie bereits seit 36 Jahren an seiner Seite. Sie führte sein Werk anschließend mit viel Sachverstand fort.

Mit Doris Wolff an der Spitze meisterte das Unternehmen auch strukturelle und wirtschaftliche Herausforderungen. Weichenstellende Entscheidungen wie der Bau der umgerechnet 20 Millionen Euro teuren Produktionsanlage an der Stadtheiderstraße wurden von ihr verantwortet. Sie traf damit auch ein klares Bekenntnis zum Standort Bielefeld. Im Jahr 1995 stiftete sie zudem zum Anlass des 50-jährigen Alcina-Bestehens die Jahnplatzuhr.

Doris-Wolff-Stiftung unterstützt gute Ausbildung

Mit der 2010 zu ihrem 90. Geburtstag ins Leben gerufenen Doris-Wolff-Stiftung setzte sie sich für die Themen „Wissenschaft und Forschung“ sowie „Bildung und Erziehung“ ein. Der vierfachen Mutter war es ein besonderes Anliegen, Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu einer guten Ausbildung zu unterstützten und ihr Interesse an Wissenschaft zu wecken.

Das Unternehmen wird inzwischen in vierter Generation von den Cousins Eduard R. Dörrenberg und Christoph Harras-Wolff geführt. Die Enkel von Doris Wolff bilden gemeinsam mit Dr. Christian Mestwerdt (seit Juni 2016) die Dreierspitze des Unternehmens.

Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden.

[Text/Bild: Dr. Wolff-Gruppe]

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