HDE: Neue Ausnahmen im EEG verstärken unfaire Kostenverteilung bei der Energiewende

HDE. Kritisch sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) den Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums zur Ausweitung der Besonderen Ausgleichsregelung im Rahmen des zweiten Änderungsgesetzes zum EEG 2014.

HDE: Kosten der Energiewende ungerecht verteilt

„Bereits jetzt sind die Kosten der Energiewende durch das EEG äußerst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. So zahle der Handel mit rund 2,2 Milliarden Euro alleine etwas mehr als zehn Prozent des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Gleichzeitig sei er aber lediglich für sechs Prozent, also 35 TWh, des deutschen Stromverbrauchs verantwortlich. Die Zahlen machten deutlich, dass der Handel in erheblichen Umfang die Kosten der Industrie mittrage. Im vergangenen Jahr habe der Handel allein eine halbe Milliarde Euro für die Entlastung der privilegierten Industrieverbraucher gezahlt.

HDE: Erweiterte Ausnahmeregelungen für Industriebetriebe erhöhen die Ungerechtigkeit

„Angesichts dieser Zahlen ist es nicht zu verstehen, warum die Ausnahmeregelungen für Industriebetriebe jetzt sogar noch erweitert werden sollen. Das verstärkt die bereits bestehenden Ungerechtigkeiten weiter“, so Genth. Zusätzlich werde der Handel durch die steigenden Kosten doppelt belastet. Die Unternehmen hätten signifikant höhere Stromkosten, gleichzeitig gäben auch Privathaushalte mehr Geld für Strom aus. Das dämpfe in der Folge den Konsum. „Die Ausnahmeregelungen müssen nicht ausgeweitet, sondern auf die wirklich energieintensiven und bedürftigen Unternehmen eingegrenzt werden“, so Genth weiter. Der Handel sei sich klar darüber, dass es eine erfolgreiche Energiewende nicht zum Nulltarif gebe. Allerdings sei eine faire Kostenverteilung auch mit Blick auf eine möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz des Projektes unerlässlich.

[Text/Bild: HDE]

Unternehmen

Personalien

Branche

Branchennews

Verpackungsrechtsdurchführungsgesetz (VerpackDG) passiert den Deutschen Bundestag – HDE setzte sich für europarechtskonforme Umsetzung ein

Berlin. Das Verpackungsrechtsdurchführungsgesetz verabschiedete der Bundestag am 11. Juni in zweiter und dritter Lesung. Das macht der Handelsverband Deutschland (HDE) in einer Pressemeldung deutlich. Mit der Verabschiedung noch vor der parlamentarischen Sommerpause stellt die Bundespolitik […]
Branchennews

KPMG-Studie Consumer Barometer 2026 analysiert in Kooperation mit dem EHI das Einkaufsverhalten im deutschen Lebensmittelhandel

Köln. KPMG-Studie Consumer Barometer 2026. Ernährung entwickelt sich zunehmend zu einem Spannungsfeld zwischen Gesundheitsorientierung, Alltagstauglichkeit, Preisbewusstsein und individuellen Lebensstilen. Gleichzeitig bewegen sich Konsument:innen heute in einem Lebensmittelmarkt, der zudem von widersprüchlichen Ernährungstrends, wachsender Produktvielfalt und […]