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Drogeriemarkt Müller holt Aldi-Manager Günther Helm an die Spitze

Erwin Franz Müller (* 8. September 1932 in München) ist Gründer der Drogeriemarktkette Müller Ltd. & Co. KG. Anita Müller

Frankfurt/Main (ots) – Drogerieunternehmer Erwin Müller regelt seine Nachfolge an der Konzernspitze. Der 86-Jährige Gründer holt den Aldi-Topmanager Günther Helm an Bord. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) in ihrer Ausgabe von Freitag, 9. November. Helm (39) ist Generaldirektor der österreichischen Aldi-Tochter Hofer und verantwortet überdies Teile des Aldi-Auslandsgeschäftes.

Günther Helm verlässt Aldi Süd

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Gestern hatte Aldi Süd auf Anfrage der Lebensmittel Zeitung bestätigt, dass Günther Helm das Unternehmen verlässt. Sein Nachfolger wird der US-Aldi-Topmanager Horst Leitner.

Der Österreicher Helm soll Mitte kommenden Jahres die Chefposition bei dem drittgrößten Drogeriehändler mit Sitz in Ulm übernehmen. Bislang agiert Erwin Müller alleine in der Geschäftsführung.

Günther Helm soll bei Müller Nachfolger werden

Müller hatte bereits mehrere Anläufe unternommen, einen Chef für sein Unternehmen zu finden. Doch dazu kam es nicht. Die Liste der Manager, die bei dem Drogeriehändler genervt das Handtuch warfen oder die der Inhaber schasste, ist lang. Nun scheint Erwin Müller es ernst zu meinen. Im Gespräch ist informierten Kreisen zufolge, dass Günther Helm zukünftig die Unternehmerrolle übernimmt. Müller hatte im Vorjahr bereits eine Stiftungslösung auf den Weg gebracht und die Erwin Müller Privatstiftung in Österreich gegründet.

Wikipedia zu Drogerieunternehmer Erwin Müller

Erwin Franz Müller (* 8. September 1932 in München[1]) ist ein deutscher Unternehmer und Gründer der Drogeriemarktkette Müller.

Müller beendete 1947 eine Ausbildung zum Friseur und bestand zudem 1957 die Meisterprüfung. 1953 eröffnete er in Ulm seinen ersten Friseursalon. Im Jahr 1966 richtete er die Filiale Ulm-Braunland als Friseur mit Kabinett, Parfümerie, Kosmetik- und Drogerieverkauf ein. Nach und nach entstanden danach mehrere Filialen in und um Ulm.

1968 machte Müller erste Schlagzeilen in der Presse, weil er entgegen den Statuten der Friseurinnung seine Filialen auch montags öffnete (Ulmer-Figaro-Streit). Daraufhin wurde Müller aus der Innung ausgeschlossen.

Allerdings wurde Hugo Mann, der damals seine Verbrauchermarktkette Wertkauf aufbaute, dadurch auf ihn aufmerksam. Er suchte einen Friseur, der in seinen Wertkauf-Verbrauchermärkten einen Laden von Montag bis Samstag betrieb. Die erste Filiale als Konzessionär wurde deshalb noch im selben Jahr im Wertkauf-Center München eröffnet. Es handelte sich dabei um einen Friseursalon mit Drogerie- und Parfümerieabteilungen. 1973 wurde die Filiale in Ulm-Böfingen zum ersten „reinen“ Drogeriemarkt Müller umgebaut.

[Text/Bild: dfv Mediengruppe Unternehmenskommunikation über presseportal.de; Wikipedia/Busche Verlagsgesellschaft mbH]