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HDE: Neue EEG-Ausnahmen sind ein falsches Signal der Großen Koalition

Der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisiert die weitere Ausweitung der Anzahl von Unternehmen, die die neue Großen Koalition von der Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) befreit. Sie steige um etwa 20 Prozent auf dann mehr als 2.700 Betriebe. HDE: „Die Zeche zahlen die Verbraucher und der Mittelstand.“

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Ausnahmen lassen die Energiepreise für den Einzelnen steigen

„Jede Ausnahme lässt die Preise für Strom und Energie weiter ansteigen“, erklärt dazu HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das sei das falsche Signal. Die Bundesregierung hätte die Zusagen zur strengeren Prüfung der Anzahl der Ausnahmen aus dem Koalitionsvertrag anwenden müssen. Für viele Betriebe und Verbraucher sei die Belastungsgrenze längst erreicht.

Große Koalition gibt Verantwortung an die EU ab

Genth: „Die Große Koalition in spe stellt sich hier nicht ihrer Verantwortung. Offensichtlich will man es der Europäischen Union überlassen, für Klarheit zu sorgen.“ Die EU hatte für Mitte Dezember den Beginn eines Beihilfeverfahrens gegen die Befreiung energieintensiver Unternehmen von der EEG-Umlage angekündigt. „Die Ausnahmen müssen an enge Bedingungen geknüpft werden. Nur energieintensive und im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen dürfen begünstigt werden“, so Genth. Das seien ja auch schon die Vorgaben der EU gewesen. Mit der jetzigen weiteren Ausweitung der Ausnahmen riskiere die Bundesregierung letztlich sogar das völlige Verbot aller Ausnahmeregelungen durch die EU.

[Text/Logo: HDE]