Hochwasserkatastrophe 2013: 22 Rossmann-Märkte waren betroffen; vier davon schwer

„22 Rossmann-Verkaufsstellen in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern waren in den Tagen vom 3. bis 11. Juni direkt oder indirekt von den Folgen des Hochwassers betroffen.“ Das gibt die Firmenzentrale von Rossmann in Burgwedel bekannt. „Es kam zu Schließungen und Lieferstops. Während die allermeisten Verkaufsstellen nach ein bis zwei Tagen wieder öffnen konnten, wurden vier Rossmann-Verkaufsstellen (601 Dresden, 1655 Meißen, 2364 Pirna und 839 Döbeln) komplett zerstört und bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen“, erklärt die Presseabteilung. Gleichwohl beurteile die Rossmann-Vertriebsleitung die Lage als nicht so dramatisch wie 2002, heißt es weiter. Damals wurden doppelt so viele Rossmann-Märkte zerstört.

Zentrallager Landsberg war lief zu

Nach den Hochwasserwarnungen versuchten die Mitarbeiter, hochwertige Artikel – vor allem Parfüm und Kosmetik – in den oberen Stockwerken in Sicherheit zu bringen. Rossmann: „Kompletträumungen waren nicht möglich, da entsprechende Kapazitäten nicht zur Verfügung standen.“ Auch die Logistik in Landsberg war betroffen. Viele Mitarbeiter des Zentrallagers wohnen in der Region Bitterfeld, die nach Deichbrüchen in weiten Teilen unter Wasser stand. Die Logistikleitung versorgte daher ihre Mitarbeiter mit aktuellen Informationen, sodass sie sofort zu Ihren Wohnorten aufbrechen konnten, wenn Hochwasser oder Straßensperren drohten, um sich und ihre Familien in Sicherheit bringen. Zeitweise fielen dadurch bis zu siebzig Mitarbeiter pro Schicht aus.

Rossmann hilft Flutopfern und Helfern unbürokratisch

Die Verkaufsstellen wurden an vielen Orten von Hilfsorganisationen und Privatpersonen um Sachspenden gebeten. Gefragt waren vor allem Sonnen- und Insektenschutzmittel sowie Hygieneartikel. Rossmann unterstützte an vielen Standorten ganz unbürokratisch und ohne Bezahlung mit Waren aus dem Sortiment. Zum Beispiel:  in Wolfen, Halle, Dresden, Coswig, Radebeul und Stade. Die Hilfsorganisationen DRK Halle und Magdeburg, Kreisfeuerwehr Stade sowie Fluthilfe oder Bundeswehr in Dresden erhielten kostenlos die angefragten Artikel für ihre Helfer und Notunterkünfte.

Vorwurf „mangelnde Hilfe“ führt bei Rossmann zu Befremden

Nicht alle Anfragen konnten berücksichtigt werden. Für Befremden sorgten allerdings die Vorwürfe in Meißen und Pirna, Rossmann hätte die Ware in den Filialen lieber komplett untergehen und entsorgen lassen, statt sie an Bedürftige zu verschenken. Rossmann: „Vielmehr verhält es sich so: “ Mit Eintritt eines Versicherungsschadens kann das Unternehmen nicht mehr frei über die Ware verfügen. Der Versicherer ist dann zuständig und beauftragt einen Sachverständigen mit der Schadensermittlung und Verwertung.“

[Text/Logo: Rossmann]

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