Köln/Karlsruhe, 5. März 2026. Kassensysteme mit 2D-Codes. Aktuell testet der Einzelhändler in einer Pilotphase in ausgewählten dm-Märkten die Verarbeitung von zweidimensionalen Codes, wie zum Beispiel QR-Codes, im Kassiervorgang. Die ersten Erkenntnisse aus dieser Pilotphase liefern dann wichtige Voraussetzungen für die Einführung der GS1 Standards. Sobald diese Standards mit den Industriepartnern im Kassiervorgang umgesetzt und verlässlich geprüft sind, schafft dm die Basis für die Entscheidung über einen möglichen nationalen Rollout der Technologie.
„Wir arbeiten dort eng mit Handel, Industrie und der GS1 Community zusammen, um relevante Use Cases klar zu definieren. Dabei entwickeln wir Lösungen, die den komplexen Anforderungen aller Beteiligten gerecht werden. Wie sich die neuen 2D-Standards optimal entlang der gesamten Lieferkette umsetzen lassen, ist derzeit allerdings noch offen. Konkrete Anwendungen und ihre Umsetzung erfordern deshalb sorgfältige Planung, Abstimmung und ausreichenden Vorlauf. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung”, sagt Roman Melcher, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für dmTECH.
Kassensysteme mit 2D-Codes liefern mit nur einem Scan wesentlich mehr Informationen
Aktuell können im deutschen Einzelhandel lediglich aus linearen Strichcodes, wie dem EAN-13, die Artikelnummer GTIN (Global Trade Item Number) für den Kassiervorgang ausgelesen werden. Mit seinen Erkenntnissen über die Anpassungen schafft dm deshalb einen wichtigen Beitrag für die schrittweise 2D-Migration im Handel. Das ist dann der Übergang von Strichcodes zu leistungsfähigeren 2D-Codes. Hintergrund: Verbraucherinnen und Verbraucher wollen inzwischen mehr Transparenz und Informationen. Strichcodes stoßen da an Grenzen.
Die neuen Codes jedoch liefern mit nur einem Scan, zum Beispiel per Smartphone-Kamera, wesentlich mehr Informationen. Etwa zu Haltbarkeit, Chargen oder digitalen Produktinformationen. Damit Markenhersteller in Zukunft aber nicht mehrere Barcodes auf den Verpackungen aufbringen müssen, arbeitet die Konsumgüterindustrie deshalb unter dem Dach von GS1 Germany an der 2D-Migration.
„Mit den Tests zur Umstellung unserer Kassensysteme bereiten wir uns frühzeitig auf den Generationenwechsel bei den Barcodes vor. Das gibt uns damit mehr Flexibilität. Zudem ist das ein wichtiger Schritt, um zukünftige Anforderungen im Handel abbilden zu können“, so Roman Melcher.
Beiersdorf zählt mit den Deoprodukten der Marke 8X4 zu den ersten Industriepartnern, deren Produkte bereits mit der neuen Barcodegeneration bei dm verfügbar sind. Das ist damit ein wichtiger Schritt für den praktischen Einsatz moderner Identifikationsstandards im Drogeriesegment.
Kassensysteme mit 2D-Codes: Mehr Datenkapazität, geringerer Platzbedarf und an der Kasse lesbar
Auch mit neuen Codes soll der Kassiervorgang wie gewohnt schnell und reibungslos funktionieren. Dafür müssen diese Barcodes mit einem neuen Standard, dem GS1 Digital Link, ausgerüstet sein. Er funktioniert wie eine Art Weiche, die je nach Ort, Zeit, Gerät und anderen Bedingungen für den Scan zu unterschiedlichen Informationen routet. Zum Beispiel über den Preis an der Kasse. Markenhersteller können über den standardisierten Link strukturierte Produktinformationen bereitstellen. Etwa zu Inhaltsstoffen, Nachhaltigkeit oder Anwendung.
Um die eigenen Kassen fit für diese neue Barcodegeneration zu machen, setzt dm Scanner mit Imager-Technologie ein. Sie nehmen dabei Barcodes wie eine Digitalkamera mit Bild auf. Die integrierte Software erkennt dann die typischen Markierungen des QR-Codes. Sie analysiert zudem die Anordnung der Pixel und wandelt diese in digitale Informationen um.
Kassensysteme mit 2D-Codes: 8X4 als Frischekick in Sachen digitaler Produktkommunikation
Beiersdorf bietet für die Marke 8X4 QR-Codes mit dem Standard GS1 Digital Link auf den Produkten bereits seit 2025 im Handel an. Es verbindet so hochwertige Produktdaten mit einem zeitgemäßen Zugang zu Informationen. Kundinnen und Kunden erhalten per Smartphone direkten Zugang zu markenspezifischen Details. Der Code bleibt zugleich für den Kassiervorgang nutzbar. Ein entsprechender „Scan me“‑Hinweis auf den Packungen erleichtert dort zusätzlich die Aktivierung der Verbraucherinnen und Verbraucher.
„Der neue GS1 Standard für 2D‑Codes mit Digital Link verbindet unsere Produkte erstmals nahtlos mit digitalen Informationen. Sie eröffnet unseren Marken damit neue Möglichkeiten der Interaktion mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Dadurch schaffen wir bereits am Regal einen spürbaren Mehrwert durch Transparenz und relevante Inhalte. Die Lesbarkeit der 2D-Codes an den Kassen des Einzelhandels ist dabei ein wichtiger Meilenstein, um dieses Potenzial im Markt breit nutzbar zu machen“, erklärt Christian Haensch, Geschäftsführer der Beiersdorf AG für Deutschland und die Schweiz.
Beiersdorf setzt die Einführung der neuen Barcodegeneration konsequent fort: Nach 8X4 wird der Standard deshalb im Laufe des Jahres bei weiteren Marken ausgerollt. Das für eine einheitliche Kassenlesbarkeit und durchgängig verfügbare digitale Produktinformationen.
Kassensysteme mit 2D-Codes: Handel und Industrie arbeiten in der Testphase Hand in Hand für die Einführungsvoraussetzungen
„Der entscheidende Punkt ist das Zusammenspiel: Handel und Industrie schaffen gemeinsam die Voraussetzungen, damit Produktinformationen künftig einfacher, transparenter und standardisiert verfügbar werden – ohne dass der Einkauf an der Kasse komplizierter wird“, begrüßt Mercedes Schulze, Senior Manager Identification + Data Carrier bei GS1 Germany die Entwicklung.
Weitere Informationen zur 2D-Migration und zu GS1 Standards gibt es unter: www.gs1.de/2d
Kassensysteme mit 2D-Codes: Zu GS1 Germany
Es begann mit einem einfachen Beep. 1974 wurde in einem Supermarkt zum ersten Mal ein Barcode gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens – und der Anfang der Erfolgsgeschichte von GS1. Der maschinenlesbare GS1 Barcode mit der enthaltenen GTIN ist mittlerweile der universelle Standard im globalen Warenaustausch und wird zehn Milliarden Mal täglich auf Produkten gescannt. Die Standards von GS1 sind die globale Sprache für effiziente und sichere Geschäftsprozesse, die über Unternehmensgrenzen und Kontinente hinweg Gültigkeit hat. Als Teil eines weltweiten Netzwerks entwickeln wir mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam marktgerechte und zukunftsorientierte Lösungen, die auf ihren Unternehmenserfolg unmittelbar einzahlen. Zwei Millionen Unternehmen aus 25 Branchen weltweit nutzen heute diese Sprache, um Produkte, Standorte und Assets eindeutig zu identifizieren, um relevante Daten zu erfassen und um diese mit Geschäftspartnern in den Wertschöpfungsnetzwerken zu teilen. GS1 – The Global Language of Business. www.gs1.de
[Text/Bild: dm-drogerie markt]

