Unilever-Lieferkette mit Amazon: Kundenzusammenarbeit und Kaizen stärken das Miteinander

Hamburg. Die Unilever-Lieferkette mit Amazon ist erfolgreich, findet der Konzern. „Das Unternehmen gehört zu den am meisten geschätzten E-Commerce-Handelspartnern von uns. Eine enge Zusammenarbeit stellt dort sicher, dass unsere Lieferkette so nahtlos wie möglich ist. Dies ist eine Initiative, von der beide Unternehmen profitieren“, betont das Unternehmen dazu.

„Unilever und Amazon werden von Gartner als zwei von nur vier ‘Supply Chain Masters‘ anerkannt. Sie wenden hierfür die Kaizen-Methode an, um neue Herausforderungen in den Lieferketten zu bewältigen. Außerdem, um Möglichkeiten für Effizienz und Wachstum zu identifizieren“, so der Hersteller weiter.

Das Ziel von Unilever ist es, Amazon dabei zu unterstützen, Kund*innen eine größere Online-Verfügbarkeit von Unilever-Produkten zu bieten. Die werden deshalb in kürzerer Zeit und verlässlicher geliefert.

Unilever-Lieferkette mit Amazon: Neue, technologiebasierte Geschäftsmodelle reagieren auf verändernde Gewohnheiten von Kund*innen

Der E-Commerce ist dabei weiterhin essenziell für die Wachstumspläne des Unternehmens. Amazon gehört deshalb zu den wichtigsten E-Commerce-Handelspartnern von Unilever. Der Konzern: „Dank einer engen Zusammenarbeit stellen wir deshalb sicher, dass unsere Produkte bei Amazon.com jederzeit verfügbar und für unsere Kund*innen leicht zu finden sind.“

Um das zu erreichen, wurde hart daran gearbeitet, die Beziehungen zwischen den weltweiten Lieferketten-Teams von Unilever und Amazon zu stärken. Dazu gehört vor allem, die Vorgehensweise zum Versand von Unilever-Produkten an den Amazon-Logistikzentren zu optimieren.

„Starke Beziehungen mit Handelspartnern wie Amazon, die neue, technologiebasierte Geschäftsmodelle entwickeln, um auf die sich verändernden Gewohnheiten von Kund*innen zu reagieren, sind von entscheidender Bedeutung. Damit können wir sicherstellen, dass unsere Marken den Verbraucher*innen gut präsentiert werden. Und, dass diese jederzeit zum Kauf zur Verfügung stehen“, erklärt deshalb Mark Sumner. Er ist der Global Digital Commerce Customer Supply Chain Director des Konzerns.

Unilever-Lieferkette mit Amazon: Einzigartiger Ansatz zur Leistungssteigerung im E-Commerce

Sowohl Unilever als auch Amazon genießen im E-Commerce hohes Ansehen für ihre erstklassigen Lieferketten. Dafür erhielten die beiden bei zwei von nur vier Supply Chain Masters im renommierten Gartner-Ranking Anerkennung.

Doch während Unilever schon seit über einem Jahrhundert Konsumgüter verkauft, erfordert E-Commerce einen ganz anderen Ansatz als der traditionelle, stationäre Einzelhandel. Denn: Bei Amazon sind die Mengen und Produktpaletten, die gleichzeitig verfügbar sein müssen, sehr umfangreich. Die schnelle Lieferung ist zudem von größerer Bedeutung. Das Modell ist außerdem vollständig digital. Daher dachte der Konzern um. „Wir wenden inzwischen eine japanische Problemlösungsmethode, bekannt als Kaizen, an. Diese leitet unsere Zusammenarbeit.“

Unilever-Lieferkette mit Amazon: Aufbau einer zukunftsfähigen Lieferkette durch Kaizen-Workshops

Kaizen wird normalerweise in Produktionsumgebungen genutzt. Es handelt sich hierbei um eine Methode, mit der eine kontinuierliche Verbesserung erreicht werden soll. Dabei löst man sich von konventionellen Annahmen und dem Status Quo. Seit 2022 nehmen deshalb Teams von Unilever zusammen mit Teams von Amazon an Kaizen-Workshops teil.

In der Praxis bedeutet das, dass Teams von Unilever und Amazon weltweit in Büros, Lagerhäusern und Logistikzentren zusammenkommen. Dort analysieren die vollständigen Lieferketten-Prozesse aus einem neuen Blickwinkel.

Die Teams arbeiten dabei zusammen, um die Problempunkte der vollständigen Lieferkette zu erfassen. Das geschieht anhand von Daten. Das Ziel dabei, Verschwendung und Ineffizienzen in den Abläufen von Bestellung bis zur Zustellung zu reduzieren. „Wir stimmen uns bei den wichtigsten Maßnahmen ab, um unsere Abläufe zu straffen, um diese enger miteinander zu integrieren. Somit bauen wir eine stärkere Beziehung zwischen unseren jeweiligen Teams vor Ort auf. Die Kaizen-Arbeitsgruppe brachte dafür mehr als 150 Führungskräfte aus der Lieferkette sowie der Geschäftsleitung von Unilever und Amazon in sechs Regionen weltweit zusammen. Und dies mit sehr positiven Ergebnissen“, betont der Hersteller.

„Bisher führten wir in Australien, Brasilien, Europa, Ägypten, Indien und den USA Kaizen-Workshops mit Amazon durch. Durch eine Reihe sehr offener, produktiver Gespräche und Maßnahmen verbesserten wir dadurch 15 Leistungskennzahlen. Wir beseitigten zudem über 100 Problempunkte, seit wir dieses Programm im Juli 2022 begannen“, so Mark Sumner.

Unilever-Lieferkette mit Amazon: Kaizen-Workshop verbessern die Auftragsannahmequote und steigern die Auftragsabwicklungsrate

Beispielsweise konnte nach einem Kaizen-Workshop 2022 in Australien der Anteil nicht vorrätiger Unilever-Produkte auf Amazon um 40 % reduziert werden. 2023 verbesserte der Kaizen-Workshop in Ägypten die Auftragsannahmequote des Konzerns zudem um 20 %. Und im Jahr 2024 führte das Kaizen in Indien außerdem zu einer Steigerung der Auftragsabwicklungsrate des Herstellers um 35 %. Hinzukam dort eine Reduzierung der Mängel bei der Lieferung von Produkten an Amazon-Logistikzentren um 55 %.

Mark Sumner: „Diese Ergebnisse helfen uns, die Lieferkettenkosten für Unilever zu senken. Sie verkürzen dazu die Lieferzeiten. Das erreichen wir, indem wir das Markenportfolio auf die Bedürfnisse der Kund*innen ausrichten. Außerdem machen wir die Verpackungen robuster und erhöhen die Lagerbestände. Dadurch verbessert sich dann das Einkaufserlebnis für Amazon-Kund*innen.“

Unilever-Lieferkette mit Amazon: Neues internes Dashboard teilt die Leistungsdaten der jeweiligen internationalen Lieferketten

„Jeder Kaizen-Workshop und die zugehörige Nachbereitung hatten positive Auswirkungen – große wie kleine. Eine wichtige Veränderung war die Erstellung eines neuen internen Dashboards im Unternehmen. Das ermöglicht uns, Leistungsdaten der Lieferketten zwischen den globalen Unilever-Teams zu teilen. Dadurch konnten wir unsere Bedarfsplanung und die Verfügbarkeit für Amazon-Kund*innen verbessern. Wir erreichen zudem eine größere Einhaltung unserer Lieferkettenstrategie“, ergänzt Mark Sumner.

Kleinere Änderungen erbrachten dabei ebenfalls große Auswirkungen. Beispielsweise die Veränderung der Versandverpackung einiger Produkte, damit Amazon diese vor dem Versand an Kund*innen nicht neu verpacken muss. Sumner: „Amazon verwendet dadurch einfach unseren Karton und versieht ihn mit einem Adressaufkleber. All das führt zu einer stärkeren, zukunftsfähigeren Lieferkette.“

[Text/Bild: Unilever]

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