Berlin. Strukturreform und Bürokratieabbau sind die aktuellen politischen Themen des Handelsverbandes Deutschland (HDE). „Das neue Jahr 2026 startete für den Einzelhandel angespannt. Weiter steigende Kosten und eine zurückhaltende Nachfrage bestimmen das Handelsbild“, erklärt deshalb der HDE. Der im vergangenen Jahr ausgebliebene wirtschaftliche Aufschwung und die noch immer verhaltene Verbraucherstimmung sorge zudem für Unsicherheit in der Branche. Für das neue Jahr fordere der Handel deshalb von der Bundesregierung klare Weichenstellungen für eine spürbare wirtschaftspolitische Wende.
Strukturreform und Bürokratieabbau: „Angekündigte Entlastungen müssen rasch in den Unternehmen und in den Haushalten ankommen“
„Das Jahr 2026 muss ein Jahr der Reformen werden. Die Bundesregierung hat die richtigen Themen bereits auf der Agenda. Jetzt geht es um die mutige und entschlossene Umsetzung, damit die angekündigten Entlastungen rasch in den Unternehmen und in den Haushalten ankommen“, erklärt dazu HDE-Präsident Alexander von Preen. Im Einzelhandel überwiege nach dem Jahreswechsel die Enttäuschung. Und das sowohl mit Blick auf das zurückliegende Weihnachtsgeschäft als auch auf die ersten Monate der neuen Bundesregierung. „Der Regierungswechsel sorgte leider nur kurz für eine Aufbruchsstimmung. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Es fehlen überzeugende Antworten auf die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen“, so von Preen weiter.
Strukturreform und Bürokratieabbau: Die Händlerinnen und Händler sollten sich wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren
Der HDE warnt davor, Strukturreformen wie den Bürokratieabbau aus dem Blick zu verlieren. „Der Handel setzt darauf, dass die Bundesregierung wie versprochen bürokratische Hürden abbaut. Die Händlerinnen und Händler sollten sich wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. Dafür brauchen sie Entlastungen“, betont von Preen außerdem. Ein Beitrag zum Bürokratieabbau und zur Stärkung der Tarifbindung wäre etwa, das Entgelttransparenzgesetz umzusetzen. Und zwar, so dass tarifgebundene und tarifanwendende Unternehmen von der Dokumentationspflicht befreit werden. „Das wäre ein echter Schritt, die Sozialpartnerschaft zu stärken“, so von Preen.
Strukturreform und Bürokratieabbau: Verbraucher benötigen Zuversicht
Auch unter den Verbrauchern müsse die Bundesregierung für Zuversicht sorgen. „Schaut man auf die Verbraucherstimmung in Deutschland, war 2025 ein verlorenes Jahr. Sie lag zuletzt auf dem unbefriedigenden Niveau, auf dem sie in das vergangene Jahr startete. Das ist besorgniserregend“, warnt deshalb von Preen. Hier müsse die Bundesregierung im Jahr 2026 ansetzen. Preen: „Sie muss der Wirtschaft sowie den Verbrauchern mit klaren Signalen zeigen, dass auf sie Verlass ist.“
[Text/Bild: HDE]

