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Phenion®-Hautmodell eröffnet innovative Testmöglichkeiten für neue Rohstoffe

Düsseldorf – Das von Henkel-Wissenschaftlern entwickelte Phenion®-Hautmodell stellt derzeit erneut seine exzellenten Eigenschaften unter Beweis. Es liefert die Basis für ein innovatives Testverfahren zur Sicherheitsbewertung neuer Rohstoffe, die in Kontakt mit der Haut kommen können. In einem internationalen Forschungsprojekt wurde das dreidimensionale Hautmodell mit einem etablierten Testverfahren neu kombiniert, um potenziell erbgutschädigende Eigenschaften (sogenannte „Genotoxizität“) von Substanzen auszuschließen. Der daraus hervorgegangene „3D Skin Comet Assay“ hat nun die erste Stufe eines umfangreichen Bewertungsprozesses erfolgreich abgeschlossen.

Phenion®-Hautmodell: Zuverlässige Testmethoden bilden Voraussetzung für innovative Produkte

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„Voraussetzung für innovative Produkte sind dabei zuverlässige Testmethoden. Hierfür arbeiten wir bei Henkel stetig daran, neue valide Testverfahren zu entwickeln, mit denen Rohstoffe geprüft und abgesichert werden können“, sagt Dr. Dirk Petersohn, Leiter der biologischen & klinischen Forschung bei Henkel Beauty Care. Die biotechnologisch hergestellten Hautmodelle enthalten dabei menschliche Hautzellen. Sie sind daher als verlässliches Prüfsystem für ein breites Anwendungsspektrum ideal geeignet.

Phenion®-Hautmodell: Entwickelt für den Eigenbedarf

Die damit ursprünglich für den Eigenbedarf entwickelten Hautmodelle werden von Henkel unter der Marke Phenion® vertrieben. „Somit machen wir unser Hautmodell auch interessierten Prüflaboren und Forschungseinrichtungen zugänglich“, so Henkel. Mit den Phenion®-Hautmodellen bietet das Unternehmen damit ein alternatives In-Vitro-Prüfsystem. Das dient dadurch nicht nur der dermatologischen und kosmetischen Grundlagenforschung. Es kann zudem auch in der Sicherheitsbewertung von Rohstoffen und Produkten eingesetzt werden.

Phenion®-Hautmodell: Validierungsprozess für behördliche Anerkennung bisher erfolgreich

Zur behördlichen Anerkennung des „3D Skin Comet Assay“ durchläuft die Methode derzeit einen umfangreichen Validierungsprozess. In dessen Rahmen untersuchten fünf europäische und US-amerikanische Labore verschiedene Stoffe auf ihre erbgutschädigenden Eigenschaften. Die erste Phase der Validierung fand nun einen erfolgreichen Abschluss. „Das exzellente Ergebnis der Studie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Zulassung des „3D Skin Comet Assays“ als offiziell anerkannte Testmethode“, sagt Dr. Dirk Petersohn. Auf der Phenion®-Website finden Interessierte neben der Fachpublikation mit den bisherigen Studienergebnissen auch das detaillierte Protokoll zur Durchführung des „3D Skin Comet Assays“.

Phenion®-Hautmodell: Vorteile gegenüber bisherigen Testmethoden

Gegenüber den bisher verwendeten In-Vitro-Methoden hat die Verwendung des Phenion®-Hautmodells damit im „3D Comet Skin Assay“ deutliche Vorteile. Die bessere Vorhersagekraft im Vergleich zu klassischen In-Vitro-Methoden ergibt sich beispielsweise durch den Einsatz humaner Hautzellen und dem der menschlichen Haut sehr ähnlichen Aufbau des Phenion®-Hautmodells. Es besteht dabei zum einen aus einer vollständig differenzierten Epidermis (der äußersten Hautschicht) Hinzukommt außerdem die darunterliegende Dermis, die ein natürliches Kollagen-Bindegewebe enthält. Damit ähnelt das Modell der menschlichen Haut in zahlreichen anatomischen und physiologischen Eigenschaften. Es bietet somit eine ideale Basis für Forschungsprojekte und die Entwicklung innovativer alternativer Testmethoden.

Phenion®-Hautmodell: Weiterführende Informationen

Interessierte Labore und Forschungseinrichtungen finden zudem detailliertere Informationen sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Bestellung der Phenion®-Produkte auf der Website www.phenion.com.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden außerdem als Fachbeitrag veröffentlicht (Reisinger, K., et al., Mutation Research, 827 (2018) 27-41) und können hier eingesehen werden.

[Text/Bild: Henkel AG & Co. KGaA]