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podo deutschland will Qualität und Attraktivität des Berufsbildes steigern

Lüdinghausen. Mit dem Ziel, in den Bereichen Wissenschaft, Ausbildung und Qualität die Attraktivität und den Stellenwert des Berufsbildes zu steigern, hat podo deutschland – der Deutsche Verband für Podologie (ZFD) e.V. – drei Arbeitsgemeinschaften ins Leben gerufen. Gleichzeitig will der Verband damit dem Nachwuchsmangel entgegenwirken sowie die Qualität der podologischen Therapie sichern.

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Die Arbeitsgemeinschaften setzen sich jeweils aus Vertretern und Mitgliedern des Verbandes sowie wissenschaftlichen Begleitern zusammen und werden von externen Beratern unterstützt.

podo deutschland: Arbeitsgemeinschaft Wissenschaft

Der Nutzen der podologischen Therapie bei der Versorgung des diabetischen Fußsyndroms zur Vermeidung von Fußläsionen bis hin zu Amputationen ist inzwischen gut belegt. Sie findet zudem zunehmend Anerkennung in Fachkreisen. Darüber hinaus kommen eine Vielzahl weiterer behandlungsbedürftiger Fußerkrankungen in Betracht. Diese sind aufgrund der Ausbildung nicht nur im Leistungsspektrum des Berufsbildes der Podologie verankert. „Sie sollten auch in der Patientenversorgung als Regelleistung Eingang finden“, so podo deutschland.

Ziel der AG ist es, die Bedeutung der podologischen Therapiemöglichkeiten sowie deren Patientennutzen wissenschaftlich zu belegen. Hierzu ermittelt die Arbeitsgruppe zunächst durch eine Datenerhebung die Fußkultur in Deutschland. Ende Juni gingdeshalb ein Bogen mit allgemeinen Fragen zum Gesundheitszustand an die Mitglieder des Verbandes. Dieser soll sowohl die Patienten der Praxen als auch Pflegeeinrichtungen sowie Arztpraxen erreichen.

Im nächsten Schritt wird die Erhebung konkretisiert. Schließlich soll unter anderem die Wirksamkeit und Effektivität der Nagelkorrekturspangen als konservative Behandlungsmethode untermauert werden. Hinzukommen Entlastungs- und Korrekturmaßnahmen durch Orthosen sowie die Wundrandabtragung und -versorgung. Im weiteren Verlauf wird eine Erweiterung des Heilmittelkataloges angestrebt, auf Grundlage der gesammelten und wissenschaftlich bewerteter Erkenntnisse.

Die AG steht unter der Leitung von podo deutschland Präsidentin Annett Biedermann.

Arbeitsgemeinschaft Ausbildung

Dem Berufsstand der Podologinnen und Podologen fehlt zunehmend der Nachwuchs. „Das führt – vor allem im ländlichen Raum – schon heute zu einer Unterversorgung der Patienten. Einerseits liegt dies an den nicht unerheblichen Kosten der Ausbildung zur Podologin/zum Podologen, die interessierten jungen Menschen die Wahl zu diesem Beruf erschweren. Andererseits genießt die Podologie in der öffentlichen Meinung noch immer nicht den ihr zustehenden Stellenwert als attraktiver Gesundheitsfachberuf.

Die AG Ausbildung von podo deutschland wird sich dieser Themen annehmen und will im Zuge der Nachwuchsgewinnung auch eine grundsätzliche Novellierung der Podologieausbildung anstoßen.

Bereits während des ersten Treffens erarbeiteten die Mitglieder grundlegende Ziele und Lösungsansätze. Auch ein zeitlicher Rahmen für deren Umsetzung erarbeitete die AG. Da Veränderungen nicht ohne die vorhandenen Schulen erreicht werden können, fand inzwischen ein erstes Treffen mit dem Verband leitender Lehrkräfte an Podologieschulen statt. Als erste Ergebnisse wurden eine Kooperation und eine gemeinsame Befragung der Schulen geplant.

Zudem prüft und erarbeitet Möglichkeiten für einer finanzielle Förderung Ausbildungsinteressierter. Die AG leitet Vizepräsident Jörn Schmücker.

podo deutschland: Arbeitsgemeinschaft Qualität

Die AG Qualität unterteilt sich in die beiden Bereiche „Qualitätsstandards in der podologischen Therapie“ und „Qualitätsstandards in der Hygiene“. Im Hinblick auf die stetig steigenden Anforderungen an die Gesundheitsdienstleister und der Vielzahl unterschiedlicher Auffassungen zur Erfüllung dieser Anforderungen wird das Hauptaugenmerk beider Bereiche auf der Qualitätssicherung des Berufsbildes liegen. Einerseits betrifft das die Behandlung selbst und andererseits der damit unabdingbar verknüpften Hygieneanforderungen.

Erklärte Absicht ist die Entwicklung von Leitlinien, um einheitliche Standards, Struktur-, Arbeits- und Ablaufprozesse zu beschreiben. Die sollen sowohl die aktuelle Gesetzeslage berücksichtigen als auch dem Anspruch an einen Gesundheitsfachberuf gerecht werden.

In einem ersten Arbeitstreffen haben die Mitglieder für den Bereich Podologische Therapie eine Übersicht über benötigte Zeit, Materialien und Hilfsmittel bei diversen Behandlungen erstellt. Eine Strukturübersicht über die Dokumentation, Anamnese und Arztzuweisung sowie die dazu nötigen Formulare wurde entworfen.

Im Bereich Hygiene wurde inzwischen Kontakt zur Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung e.V. (DGSV) aufgenommen. Außerdem begann bereits die Erarbeitung einer Leitlinie zur Aufbereitung von Medizinprodukten in der Podologie. Ein weiterer Fokus liegt in der Konsensfindung mit Schulen und Herstellern für eine einheitliche Vorgehensweise in der Aufbereitung von Medizinprodukten.

Die Leitung der AG obliegt Andrea Nitz-Schneider (Beisitzerin) im Bereich Hygiene und Bastian Priegelmeir (Beisitzer) im Bereich Podologische Therapie.

Der Deutsche Verband für Podologie (ZFD) e.V. – podo deutschland

Der Deutsche Verband für Podologie (ZFD) e.V. ist mit rund 5.000 Mitgliedern in zwölf Landesverbänden die größte und maßgeblichste bundesweit vertretene Organisation der Berufsständischen. Weitere Informationen zum Verband und Kontaktadressen von Podologen sind erhältlich unter www.podo-deutschland.de.

[Text/Logo: Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V.]