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HDE – Fast 10.000 freie Ausbildungsplätze im Handel

Der Einzelhandel in Deutschland hat weiter Ausbildungsplätze aufgebaut. Das zeigen sowohl die Zwischenbilanz zum Ausbildungspakt als auch die Daten der Bundesagentur für Arbeit. Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer beim „Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel“ (HDE): „Der Einzelhandel beweist einmal mehr, dass er seine Verantwortung für die Gesellschaft und insbesondere die junge Generation ernst nimmt. Sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands ist es dem Handel gelungen, die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze überdurchschnittlich zu steigern.“

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Im Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel stellte die Branche im Westen 24 Prozent mehr, im Osten zwölf Prozent mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung als im Vorjahr. Beim Beruf Verkäufer/in waren es im Westen um 24,4 Prozent, im Osten um 33,9 Prozent mehr. Genth: „Wie gut diese Zahlen sind, wird insbesondere dann deutlich, wenn man zum Vergleich die Zahlen für die gesamte deutsche Wirtschaft heranzieht. Hier gab es insgesamt nur ein Plus an angebotenen Ausbildungsplätzen von 7,7 Prozent im Westen und 6,5 Prozent im Osten.“

Gleichzeitig leidet der Handel aber auch stärker als andere Branchen unter einem Rückgang der Bewerber: Von den am 30. September noch nicht besetzten 29.700 Ausbildungsstellen entfielen allein 6.700 oder 22,5 Prozent auf die beiden Kernberufe des Einzelhandels Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer. Die Zahl der noch nicht besetzten Ausbildungsplätze ist hier um mehr als das Dreifache gestiegen. Eine Vielzahl weiterer unbesetzter Ausbildungsstellen entfällt auf Berufe, wie Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk und Fleischer. Auch hier haben sich die Besetzungsprobleme dramatisch verschärft. Der Einzelhandel hofft auf die Nachvermittlungsaktionen.

Genth: „Der Handel bietet gerade Abiturienten auch ohne Studium hervorragende Karrieremöglichkeiten. Mit den Fortbildungsabschlüssen zum Handelsfachwirt oder zum Handelsassistenten-Einzelhandel stehen Abiturienten alle Türen offen. Und auch Kaufmänner/Kauffrauen im Einzelhandel können nach Abschluss Ihrer Ausbildung mit entsprechenden Qualifizierungsprogrammen die Karriereleiter nach oben klettern. Nicht umsonst rekrutiert der Einzelhandel 80 Prozent seiner Führungskräfte aus den eigenen Reihen.“ Berichte aus Handelsunternehmen und Bildungszentren des Handels über zunehmende Teilnehmerzahlen zeigten, dass diese speziellen Qualifizierungswege sich wachsender Beliebtheit bei jungen Leuten, insbesondere Abiturienten, erfreuen. Diese Bildungsgänge seien für den Handel unverzichtbarer Bestandteil seiner zukunftsorientierten Qualifizierungs- und Branchenpolitik.

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